Eine Vision wird endlich Wirklichkeit
Am Dienstag, den 13. Januar 1998, kam es zum feierlichen ersten Spatenstich für das Ökohaus der Wöhlerschule. Obwohl dieser eigentlich für den Sommer 1997 geplant war, also kurz nach dem Abriß der an dieser Stelle seit den 60er Jahren stehenden sogenannten "Baracke", ein Holzgebäude, das einen Aufenthalts- und einen Pausenverkaufsraum beherbergte, waren alle Anwesenden, Schüler, Lehrer und Eltern, froh darüber, daß der Bau des offiziell "Niedrigenergiehaus" genannten Gebäudes begonnen hat und mit der Fertigstellung noch in diesem Jahr zu rechnen ist.
Die Wöhlerschule gehört zu den, vom Hessischen Kultusminister ausgewählten, "Ökologisch orientierten Schulen in Hessen", an denen Wissen von Ökologie und Umweltschutz anhand von Projekten erarbeitet und vermittelt wird. Die ersten Überlegungen zu dem Ptojekt "Ökohaus Wöhlerschule" fanden im Frühjahr 1991 in der, von den Lehrern Reinhard Pietsch und Norbert Rehner geleiteten, Ökologie-AG statt, die zuvor für die Planung eines Nullenergie-Gewächshauses in Hessen mit dem 3. Platz beim "Jugend und Technik"-Wettbewerb ausgereichnet worden war. In den folgenden Jahren wurden von Schülern in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften und in Projekten im regulären Physikunterricht Ideen gesammelt, der Grundriß festgelegt und die zu verwendenden Materialien ausgewählt. Danach wurden Schüler, die Schulleitung, das Kollegium, Eltern und der Förderverein der Wöhlerschule (GFFW), zur Unterstützung oder Mitarbeit gewonnen.
Der Magestrat der Stadt Frankfurt erklärte sich 1994 bereit, das Projekt zu unterstützen, und das Hochbauamt wurde mit der weiteren Planung des Hauses beauftragt. Die Finanzierung des Projektes wird zu einem Teil durch Mittel der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Wöhlerschule (GFFW), die als Bauherr auftritt, erfolgen, die durch Spenden eingenommen wurden bzw. noch gesammelt werden müssen. Knapp zwei Drittel der Gesamtkosten von ca. 800.000 DM werden von Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur Verügung gestellt.
Das Ökohaus soll eine Veilzahl von Funktionen erfüllen: In einem Unterrichtsraum soll anschaulicher Ökologei-Unterricht stattfinden. Es wird einen Raum für handwerkliche Aubeiten geben, der Computer und eine kleine Bibliothek enthält. In einem Aufenthaltsraum sollen wie besher in den Pausen Brötchen, Milch, Müsli, Joghurt und andere gesunde Sachen verkauft werden.
Anwohner, benachbarte Schulen, Vereine und Geschäftsleute sollen sich über die am und im Gebäude verwendeten energiesparenden Systeme (Solarzellen, Sonnen-Kollektoren, Dämmaterialien) informieren können. Mißgeräte und Computer werden ständig Meßdaten präsentieren, die auch im Internet abrufbar sein werden. Und natürlich freut sich die GFFW über Ihre Unterstützung für das Ökohaus.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 04. Dezember 2009 um 13:39 Uhr