Elias Canetti
Elias Canetti wurde am 25. Juli 1905 in Bulgarien geboren und starb am 14. August 1994 in Zürich/Schweiz. Er war Schriftsteller und gewann 1981 den Literatur-Nobelpreis.
Mit seinen literarischen Werken, zu denen unter anderem Romane, Autobiografien sowie Dramen gehörten, gewann er zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Die Themen in seinen Werken waren trotz der unterschiedlichen literarischen Gattungen recht homogen. Sein Themengebiet beschäftigte sich haupsächlich mit den Auswirkungen des Todes auf das Bewusstsein des Menschen. Zudem hatte er ein Interesse an Massenphänomenen sowie Erscheinungsformen von Macht, wie die Macht des Nationalsozialismus und des durch diese Macht verursachten 2. Weltkrieg..
Eine kurze Biografie von Canettis Leben zeigt die Verbundenheit zwischen ihm und seinen Werken. So ist zu sagen das seine Familie 1911 mit ihm nach England (Manchester) zog. Die 6 Jahre, die Canetti in Bulgarien verbrachte, schilderte er später recht eindrucksvoll in seiner literarischen Autobiografie. Da sein Vater 1912 überraschend starb, zog die Familie nach Wien. Durch den Tod seines Vaters kam auch die enge Beziehung von Canetti zum Tod und seine Ablehnung gegen den Tod zustande. Da er nun eine sehr enge Beziehung zu seiner Mutter aufbaute und diese ein grosses Interesse an Theater und Literatur hatte, liegt Canettis Entscheidung Schriftsteller zu werden in eben dieser Beziehung. Um Canetti auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen, zog sie mit ihm und seinen Brüdern nach Deutschlend, wo Canetti von 1921 bis 1924 die Wöhlerschule besuchte und dort sein Abitur ablegte. Als Österreich im Jahre 1938 von der deutschen NSDAP-Regierung annektiert wurde, wanderte er mit seiner Frau Veza nach London aus. 1981 gewann er den Literatur-Nobelpreis. Er starb am 14. August 1994 in Zürich. Dabei hinterlies er Unmengen an Aufzeichnungen und Entwürfen. Einen Teil dessen, zu dem auch sein Tagebuch sowie einige Briefkorespondenzen zählen, wurden aber von Canetti selbst gesperrt, so dass diese erst 30 Jahre nach seinem Tod geöffnet werden dürfen, also im Jahre 2024.
Zu seinem größten aber auch umstritesten litterarischen Werk zählt "Masse und Macht", das durch seine vielen soziologischen und psychologischen Bezüge bekannt wurde. Das Grundthema ist die Wirkung einer Masse auf ein einzelnes Individuum. Zudem zu nennen sind noch seine Werke "Die Blendung", "Die Stimmen von Marakresch", wo er von einer Reise berrichtet, die er selbst unternommen hatte, "Die Fackel im Ohr" und "Über den Tod". In seinem dreibändigen autobiografischem Werk lässt er viele bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit einfliessen. Seine Fähigkeit besteht darin, Menschen nur anhand von blossen Beobachtungen zu analysieren und zu charakterisieren.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. September 2009 um 18:25 Uhr