Forschungsmikroskop

Forschungsmikroskop

Die Wöhlerschule bekam 2006 mit Unterstützung der Deutsche Telekom Stiftung im Rahmen des Projekts "Schule interaktiv" ein Forschungsmikroskop der Firma Olympus mit einer passenden digitalen Kamera, inklusive Steuerungs- und Bearbeitungssoftware. Kurz darauf folgten drei weitere kleinere Mikroskope ähnlicher Bauart. Die Sammlung konnte 2009, im Rahmen einer Fortbildung, um ein weiteres Gerät mit LED-Beleuchtung ergänzt werden.

Die Arbeiten begannen 2006 mit Schülern eines Chemie-Grundkurses. Hieraus bildete sich bald die erste Mikroskop-AG. Zunächst wurden unterschiedliche Bereiche aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Kristallographie auf praxistaugliche Projekte hin untersucht. Dazu wurden beispielsweise Kristalle auf dem Objektträger gezüchtet, deren Wachstum beobachtet und mit der Kamera festgehalten. Weiterhin konnten Gesteinsdünnschliffe in polarisiertem Licht untersucht werden. Im Bereich der Biologie führten Heuaufguss-Experimente zu faszinierenden Aufnahmen verschiedenster Mikroorganismen. Die Bewegung einer Amöbe konnte in einer kleinen Filmsequenz festgehalten werden. Schließlich wurde ein Schwerpunkt der Arbeit auf die Erforschung der Mikroorganismen des Wöhler-Teichs gelegt, wobei viele schöne Aufnahmen zustande kamen.
Erste Ergebnisse wurden an einem Tag der offenen Tür in Form von Postern und Fotographien präsentiert.


In der folgenden Zeit wurden die Geräte auch im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts Forschen und Experimentieren in der Sekundarstufe I eingesetzt. Eine Arbeit beschäftigte sich mit der Verteilung und Veränderung des Chlorophylls in Blättern, eine andere mit der Wirkung verschiedener Chemikalien und Haarfärbemittel auf menschliche Haare.

Im Chemieunterricht der Sekundarstufe II besprochene Naturstoffe wie Stärke wurden direkt in geeigneten Pflanzenzellen nachgewiesen. Aber auch Farbstoff tragende Organellen  in Paprikazellen, Orangenschale und Karotten ließen sich gut innerhalb eines Farbstoff-Kurses  fotographisch dokumentieren.

Mittlerweile konnten mit Unterstützung der Telekom-Stiftung Fortbildungen für interessierte Kolleginnen und Kollegen zum Thema Mediengestützte Mikroskopie durchgeführt werden. Dabei wurden Lösungen zur Aufnahme und Präsentation mikroskopischer Bilder im Unterricht vorgestellt und diskutiert.

2009 formierte sich eine neue Mikroskop-AG aus Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Nach gründlicher Einarbeitung in Mikroskop-Technik und Arbeitsmethoden wurden mögliche Zukunftsprojekte angedacht und diskutiert.

Die „Erforschung“ der Mikroorganismen des Wöhler-Teichs hat nach wie vor hohe Priorität, da bislang noch wenig systematische Untersuchungen vorliegen. Eine weitere, sehr interessante Projektidee bezieht sich auf die Bienen der Wöhlerschule. Mit Hilfe mikroskopischer Pollenanalysen im Honig könnten Rückschlüsse auf die Lieblings-Futterstellen der Wöhler-Bienen gezogen werden. Hierbei wird die Mikroskop-AG sicherlich dankbar sein für weitere Anregungen und tatkräftige Unterstützung.

 

   
   

Stand : 25. Januar 2010

 

 

 


 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 25. Januar 2010 um 15:21 Uhr

 
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