Kompetenzorientierter Unterricht in Mathematik
Kompetenzorientiert unterrichten bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler im Unterricht mathematische Kompetenzen erwerben, die sich an den bundesweiten Bildungsstandards orientieren und vergleichend überprüft werden können.
Um an der Wöhlerschule den kompetenzorientierten Unterricht zu fördern, hat die Fachschaft Mathematik mit sehr großer Mehrheit beschlossen, an dem Projekt "Kompetenzorientiert unterrichten in Mathematik und Naturwissenschaften" vom 1.8.2009 bis zum 31.07.2011 teilzunehmen. In der Wöhlerschule und auf regionaler Ebene finden in diesem Zusammenhang Fortbildungen statt. Die erste Fortbildung wurde zu Beginn des 2. Schulhalbjahres 2009/2010 durchgeführt.
Die Fachgruppe profitiert von Erfahrungen und Material aus der Arbeit in den SINUS-Modellversuchen sowie vom Austausch in regionalen Schulsets. Die Fachgruppe erhält Materialien aus den hessischen Vorgängerprojekten und nach Verfügbarkeit auch aus den Materialpools anderer Bundesländer.
Mit dem Projekt "Kompetenzorientiert unterrichten in Mathematik" erhalten die Lehrerinnen und Lehrer die Gelegenheit zur Teilnahme an fachlichen und Prozess begleitenden Fortbildungen. Die Fortbildung gliedert sich in Pflichtmodule und in Wahlmodule.
Pflichtmodule:
- Kompetenzen - Bildungsstandard, Perspektiven
- Ziele setzen - Diagnostizieren und Fördern
- Planung einer kompetenzorientierten Unterrichtseinheit
Wahlmodule:
- Basiskompetenzen festigen
- Lernumgebungen
- Mathematik und Sprache
- Kompetenzorientierte Klassenarbeiten
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Homepage des Projekts "Kompetenzorientiert unterrichten in Mathematik" vom Kultusministerium Hessen. link: http://www.kok-hessen.de/
Zu den allgemeinen Kompetenzen im Mathematikunterricht gehören:
• (K1) Mathematisch argumentieren
Dazu gehört:
- sich Fragen zu stellen, die für die Mathematik charakteristisch sind (Gibt es…?, Wie verändert sich…?, Ist das immer so…?) und Vermutungen begründet äußern,
- mathematische Argumentationen entwickeln (wie Erläuterungen und Begründungen),
- einen Lösungsweg beschreiben und begründen
• (K2) Probleme mathematisch lösen
Dazu gehört:
- Vorgegebene und selbst formulierte Probleme bearbeiten,
- Geeignete heuristische Hilfsmittel, Strategien und Prinzipien zum Problemlösen auswählen und anwenden,
- die Plausibilität der Ergebnisse überprüfen sowie das Finden von Lösungsideen und die Lösungswege reflektieren.
• (K3) Mathematisch modellieren
Dazu gehört:
- den Bereich oder die Situation, die modelliert werden soll, in mathematische Begriffe, Strukturen und Relationen übersetzen,
- in dem jeweiligen mathematischen Modell arbeiten,
- Ergebnisse in dem entsprechenden Bereich oder der entsprechenden Situation interpretieren und prüfen.
• (K4) Mathematische Darstellungen verwenden
Dazu gehört:
- verschiedene Formen der Darstellung von mathematischen Objekten und Situationen anwenden, interpretieren und unterscheiden,
- Beziehungen zwischen Darstellungsformen erkennen,
- unterschiedliche Darstellungsformen je nach Situation und Zweck auswählen und zwischen ihnen wechseln.
• (K5) Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen
Dazu gehört:
- mit Variablen, Termen, Gleichungen, Diagrammen, Tabellen arbeiten,
- symbolische und formale Sprache in Alltagssprache übersetzen und umgekehrt,
- Lösungs- und Kontrollverfahren ausführen,
- mathematische Werkzeuge sinnvoll und verständig einsetzen.
• (K6) Kommunizieren
Dazu gehört:
- Überlegungen, Lösungswege bzw. Ergebnisse dokumentieren, verständlich darstellen und präsentieren,
- die Fachsprache adressatengerecht verwenden,
- Äußerungen von anderen und Texte zu mathematischen Inhalten verstehen und überprüfen.
Quellen:
http://www.lernstand.hamburg.de/index.php/article/print/276 Bildungsstandards für den mittleren Bildungsabschluss, HKM 2004; Bearbeitungen durch SINUS-Mitarbeiter 2006/2007; Fortbildungshandreichung AG Prof. Blum, Universität Kassel 2007Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Dezember 2010 um 11:56 Uhr